MTB – Tour 21.07.2026

23.07.2026 | Radtreff / MTB

12 Fahrer, ein Ziel: Altensteig. Und vorneweg Björn (eigentlich Lumpensammler), der wieder einmal eine Tour aus dem Ärmel geschüttelt hatte, die uns alles abverlangen sollte – vielen Dank dafür! Kaum war der Startschuss gefallen, ging’s auch schon den Buckel hinunter zur Pfrondorfer Holzbrücke. Wer dachte, danach könne man gemütlich einrollen, wurde sofort eines Besseren belehrt. Auf der anderen Seite wartete schon der erste Anstieg zur Gießgasse. Über den Teichweg und herrliche Feldwege rollten wir Richtung Schelmengäßle nach Mindersbach. Durch den Flecken, ein kurzer Trail durchs Wäldle und anschließend der herrlich zugewachsene Totenweg – Naturkino vom Feinsten. Weiter hinauf zur Käpfleshöhe und dann der Trail am Eisstock-Stadion hinunter nach Ebhausen – da wurden die ersten breiten Grinser sichtbar. Über den Katzensteig und den Rotfelder Weg schossen wir förmlich zur Altensteiger Straße hinab – saucool! Doch wer Höhenmeter verschenkt, bekommt sie garantiert zurück. Und so wartete der lange, schweißtreibende Anstieg über die Walddorfer Straße, die Staufenstraße und im Zickzack über die Winterhalde hinauf bis zur Feriensiedlung Haselgrund. Puh! Ob Bio- oder E-Bike – spätestens hier zeigte sich, wer seinen Akku (egal welchen) zu Hause nicht vollständig geladen hatte. Die Verschnaufpause war mehr als verdient. Frisch gesammelt ging’s weiter um Walddorf herum, vorbei am Sportplatz „Zu den Linden“, durch den Wald und am Waldrand entlang, ein traumhafter Trail in Richtung Egenhausen und weiter hinab zur Ölmühle. Doch wer jetzt auf Erholung hoffte, hoffte vergebens, in Egenhausen wartete gegenüber schon wieder der nächste Anstieg. Am Spielplatz vorbei kämpften wir uns durch den Wald und nahmen den berüchtigten Hirschgraben in Angriff. Der machte seinem Namen alle Ehre. Für den Lacher des Tages sorgte allerdings die Hirschgraben-Brücke. Manche Lenker waren einfach breiter als die Durchfahrt. Also hieß es: Fahrräder anheben, tief durchatmen und weiter geht’s. Improvisation gehört eben genauso zum Mountainbiken wie Matsch und Muskelkater. Es folgte noch ein knackiger Trail bergauf, ein Stück Feldweg und schließlich der letzte schattige Waldtrail. Als wir aus dem Wald herausrollten, verschlug es selbst den größten Schwätzern kurz die Sprache: Altensteig lag im goldenen Sonnenlicht direkt vor uns. Ein Anblick, für den sich jeder Schweißtropfen gelohnt hatte. Natürlich durfte das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen – danke Katjas legendärem Laserschwert als Helferlein. Danach wurde getrunken, gefachsimpelt und das letzte Angstwässerle am Waldrand zurückgelassen, jetzt konnte nichts mehr schiefgehen. Über die Egenhauser Straße ging es hinauf zum Otto-Weinstein-Weg. Die Aussicht? Einfach Postkartenmaterial! Anschließend pfiffen wir den Hang hinunter, rauschten über den beeindruckenden Seltengraben und weiter über die Untere Reute bis zum Kreisverkehr am Boysen. Doch die Tour hatte noch ein paar Gemeinheiten in petto. Der Nagold entlang bis zur men@atWork-Grillhütte war noch entspannt, aber an der Zementbrücke hieß es noch einmal: tief Luft holen. Der steile Schlussanstieg nach Ebershardt verlangte den letzten Reserven alles ab. Durch Ebershardt, über den Mühlbach, durch den Fleckenwald und hinauf zum Aussichtspunkt der Augenblickrunde bei Mindersbach. Dort wartete die wohl schönste Belohnung des Abends: ein grandioser Sonnenuntergang bei perfektem Wetter. Besser geht’s kaum. Mit neuem Schwung galoppierten wir am Mindersbacher Sportplatz vorbei unserem letzten Trail entgegen und ließen es mit lautem Freudengeschrei Richtung Pfrondorf laufen. Über die Hauptstraße zur Pfrondorfer Mühle und dann – natürlich – ein letztes Mal den Berg hinauf. Doch diesmal wartete keine weitere Rampe, sondern Thomas und Susanne K., die uns mit Würstchen, Brötchen, Brezeln und reichlich Kaltgetränken empfingen. Ein perfekter Abschluss einer rundum gelungenen Tour. Herzlichen Dank für die großartige Bewirtung! Nach 36 Kilometern und stolzen 930 Höhenmetern kamen alle gesund, unfallfrei und mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück. Fazit: Jede Menge Schweiß, unzählige Trails, beste Stimmung und ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch. Nächsten Dienstag heißt es wieder: pünktlich zum Glockenschlag, Abfahrt um 18:00 Uhr am Emminger Rathaus. Wer nicht dabei ist, verpasst garantiert etwas.