MTB – Tour 21.04.2026

24.04.2026 | Radtreff / MTB

Pünktlich zum Glockenschlag – als hätte jemand die Startlinie mit einem Metronom abgestimmt – rollten 17 gut gelaunte Mountainbiker in die vierte Ausfahrt des Jahres. Bei frischen 10 °C zeigte sich sofort: Das wird keine gemütliche Spazierfahrt, sondern eine sportliche Tour, bei der nicht nur die Beine, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit gefragt sein würde. Die Bikes – vom klassischen Bio-Bike bis hin zum kraftvollen E-MTB – standen geschniegelt bereit, die Ketten frisch geölt, die Reifen hungrig nach Schotter und Trail. Kaum ging’s los, führte die Strecke über den Wildberger Weg hinaus Richtung Quelle. Ein sanftes Einrollen? Fehlanzeige. Der erste Stich ließ direkt die Oberschenkel melden: „Hallo, wir sind auch noch da!“ Doch wer dachte, das sei schon anstrengend gewesen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Nach der Abfahrt hinunter zum Nagoldtalradweg, bei der die Scheibenbremsen schon mal zeigen konnten, was sie draufhaben, ging es über die Brücke Richtung Rotfelden. Ein kurzes Stück Asphalt – Zeit, um den Puls minimal zu senken – bevor es in der nächsten U-Kurve wieder rechts ab in die Natur ging. Entlang des Schwarzenbachs zeigte sich die Strecke von ihrer schönsten Seite: flowig, technisch, und bei trockenen Bedingungen einfach ein Genuss. Die Reifen griffen perfekt, das Fahrwerk arbeitete wie ein Uhrwerk. Doch die Idylle hatte ihren Preis. Der nächste steile Trail bergauf verlangte alles ab. Hier trennten sich kurzzeitig die Welten: Während die E-Biker scheinbar mühelos den Hang hinaufglitten, kämpften die Bio-Biker im kleinsten Gang und maximalem Einsatz. Schweiß tropfte, die Atmung wurde schwer – aber aufgeben? Keine Option. Weiter ging’s vorbei an Wenden in Richtung Martinsmoos. Durch dichte Wälder wurde förmlich „gepfiffen“, der Fahrtwind kühlte die erhitzten Gesichter, während volle Konzentrationsfähigkeit gefragt war. Jeder Stein, jede Wurzel wollte gelesen werden. Über Neubulach und schließlich nach Altbulach führte die Route – doch das eigentliche Highlight wartete noch. Der dreistufige Super-Trail hinunter ins Seitzental war schlichtweg ein Traum. Anspruchsvoll, schnell, technisch – genau das, was das Mountainbiker-Herz höherschlagen lässt. Unten angekommen: breites Grinsen in allen Gesichtern und die wichtige Erkenntnis: Alle heil geblieben. Doch die Tour war noch lange nicht vorbei. Entlang des Nagoldtalradwegs ging es zurück Richtung Kloster Reuthin und schließlich zum gefürchteten „Steinstich“ – von manchen liebevoll als „neue Autobahn“ bezeichnet. Ein steiles Stück, das den Puls erneut in ungeahnte Höhen trieb. Hier wurde gekämpft, gebissen und geschwitzt. Besonders die Bio-Biker zeigten beeindruckenden Kampfgeist – eine echte starke Leistung! Nach diesem Kraftakt ging es über den „Flieger“ zurück Richtung Emmingen. Doch selbst auf den letzten Kilometern wurde nicht nachgelassen: Oberhalb der Bergwaldstraße wartete noch ein finaler Trail bis zur Faltergasse – technisch, schnell, einfach genial. Nach insgesamt 34 Kilometern und 560 Höhenmetern war klar: Diese Tour hatte es in sich. Anstrengend, sportlich, fordernd – und genau deshalb so gut. Der Durst ist mittlerweile legendär, sodass der Abschluss in der geheizten Bar der HRS mehr als verdient war. Kaltgetränke wurden nicht einfach getrunken – sie wurden zelebriert. Ein großes Dankeschön geht an Tourguide Jochen, der diese abwechslungsreiche und schöne Runde angeführt hat. Und eines ist sicher: Nächste Woche stehen sie wieder da…